In der Schwangerschaft muss jede werdende Mutter sich einigen Untersuchungen unterziehen. Das Baby sollte ja nach Möglichkeit gesund zur Welt kommen und auch die Mutter sollte stark und fit in die Geburt und das Wochenbett gehen. Neben den üblichen Blut- und Urinuntersuchungen, den körperlichen Untersuchungen und dem Ultraschall kann die Schwangerschaft aber auch Anlass für weitere Untersuchungen sein.
Werden bei einer Blutuntersuchung hohe Zuckerwerte festgestellt, kann es sein, dass die Schwangere an einer Schwangerschaftsdiabetes leidet, die behandelt werden muss. Dies bedeutet nicht, dass hier auch automatisch eine chronische Diabetes Mellitus diagnostiziert wird. Oft verschwinden die Anzeichen nach der Geburt wieder.
Ein HIV Test wird nur durchgeführt, wenn die werdende Mutter dies wünscht. Hierbei wird darauf verzichtet, das Ergebnis im Mutterpass festzuhalten. Lediglich das Datum der Durchführung wird hier vermerkt. Vor allem bei ungewollten Schwangerschaften kommt es häufiger vor, dass hier von der schwangeren Frau Gewissheit verlangt wird.
Weitere Untersuchungen finden auf Toxoplasmose hin statt. Dabei wird festgestellt, ob sich die Schwangere vor der Schwangerschaft schon einmal mit den Parasiten angesteckt hat. Wenn ja, ist kein weiteres Risiko zu befürchten. Nur, wenn der Test ergibt, dass die Frau noch nie mit den Toxoplasmen Kontakt hatte, könnte eine Erstinfektion in der Schwangerschaft Gefahren für das Kind bedeuten. Rohes Fleisch und der Kontakt zu Tieren, vor allem Katzen, sollte dann vermieden werden, denn hier findet die Übertragung statt. Ähnliche Tests werden auch im Bezug auf Infektionskrankheiten durchgeführt. Eine Mutter, die sich in der Schwangerschaft mit Röteln oder Windpocken ansteckt, riskiert schwerste Behinderungen des ungeborenen Kindes. Nur sehr selten und auch nur bei begründetem Verdacht wird eine Krebsuntersuchung vom Arzt angeordnet. Man spricht hier vom so genannten Pap-Test.
