Manchmal könnte man meinen, die letzten Wochen der Schwangerschaft sind schon eine Übung für die erste Zeit nach der Geburt. Manche Frauen schlafen in dieser Phase unsagbar schlecht. Der Bauch ist kugelrund, das Ungeborene sorgt für Rückenschmerzen. Geschwollene Beine machen es unmöglich, sich zu entspannen, selbst, wenn sie im Bett hoch gelagert werden. Sodbrennen und Atemnot, bedingt durch das nach oben verschobene Zwechfell, gehören leider mit zum Alltag. Würde man sich nicht schon die ganze Schwangerschaft auf das Baby freuen, wäre der Zustand schwer zu ertragen. Die baldige Erlösung, die bevorstehende Geburt, ist ein Trost.
Auch die Angst vor den Schmerzen der Entbindung oder vor dem bevorstehenden Kaiserschnitt sorgen für Unbehagen. Vor allem, wenn man ohnehin aufgrund der oben genannten körperlichen Beschwerden schlecht schläft, ist die Nacht mit vielen Sorgen und Ängsten gespickt. Auch die Psyche spielt dann oft eine Rolle, weswegen in der Schwangerschaft Schlaflosigkeit ein Thema sein kann. Natürlich darf eine Schwangere keinesfalls zu Schlaftabletten greifen, um hier Abhilfe zu schaffen. Das wäre gegenüber den Ungeborenen sehr verantwortungslos, denn die starken Medikamente sind ja auch für das Baby sehr belastend.
Gegen die Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft können Tees helfen, aber auch die Veränderung der Schlafposition, so dass der Bauch nicht mehr auf den Oberkörper drückt. Sich eine möglichst bequeme Haltung zu suchen, sich von den Ängsten durch eine Handarbeit oder ein Buch abzulenken: So übersteht man die wenigen Wochen der Belastung, bis die Geburt zumindest den körperlichen Beschwerden ein Ende macht. Wenn dann ein schreiendes Baby für Schlaflosigkeit sorgt, ist das viel besser zu ertragen.
