Als Baby ist es normal, einen Schnuller zu haben. Lustig schmatzend saugen die lieben Kleinen an ihrem Lieblings-„Nuckel“, sind manchmal nur damit zu beruhigen, und können abends nicht einschlafen, ohne ihn bei sich zu haben. Ab einem gewissen Alter wird es dann zu einem Problem, dass sich die Kinder nicht mehr von ihrem so lieb gewonnenen Schnuller trennen können.
Experten raten dazu, die Kinder nicht mit Gewalt vom Schnuller zu trennen. Natürlich ist es aber auch nicht Sinn der Sache, wenn sich die Schulanfänger noch mit dem Relikt aus der Babyphase in den ersten Unterrichtsstunden zeigen. Dies macht sie zum Opfer von Spott und Häme durch Mitschüler und das will niemand für seine eigenen Kinder. Eigentlich sollten sich die Kleinen schon im Kindergarten von ihren Begleitern trennen, zumindest sollte hier aber ein Vorbehalt für die Nacht Einzug halten.
Von Horrorgeschichten sollte man sich auch distanzieren. Man weiß nicht, welche Alpträume es bei den Kindern auslösen kann, wenn ihnen vom Opa erzählt wird, dass der Schnuller weiß Gott welche Folgen haben könnte. Auch der Nikolaus ist nicht unbedingt der beste Erzieher, wenn es um die bunten Nuckel geht. Auf der anderen Seite ist es nicht gut für den Kiefer, wenn auch im Kindergarten der Schnuller noch ein stetiger Begleiter ist und das Kind am liebsten auch noch aus der Flasche trinken würde. Leider sind Kinder, die von der ersten Lebensphase an völlig ohne Schnuller auskommen, eher die Ausnahme. Ein für die Eltern manchmal unbequemer, aber vor allem für die Zahnentwicklung der Kinder besserer Weg ist es, so früh wie möglich mit der Entwöhnung zu beginnen. Man glaubt es übrigens kaum, wie gut Kinder ganz normale Erklärungen verstehen, die man ihnen statt den grausamen Schilderungen aus der Phantasiewelt früherer Erziehungsmethoden präsentiert.
