Sind die Kinder klein, bleiben meistens die Mütter zu Hause, um sie zu versorgen. Nicht immer ist dies aber wirklich möglich. Zwei Gründe können dagegen sprechen, dass die Mutter sich vom beruflichen Leben verabschiedet: Zum einen können dies finanzielle Aspekte sein, zum anderen aber auch das vermeintliche Recht auf die eigene Karriere, die zugunsten eigener Kinder nicht aufgegeben werden soll.
Im Allgemeinen stößt eine Mutter, die sich für den Beruf und gegen ein Leben als Hausfrau entscheidet, nur dann auf Verständnis, wenn es wirklich gravierende finanzielle Gründe dafür gibt. Ein Haus, das abbezahlt werden muss, ein arbeitsloser Vater – dann ist die Palette der Argumente aber auch schon ausgeschöpft. „Kinder gehören zur Mutter!“ so wettern die Verwandten, die Bekannten, und selbst Leute, die es eigentlich gar nichts angeht, wie eine Familie ihren Alltag meistert. Sicher, Schlüsselkinder sind nicht das, was man als optimale Lösung ansieht, zumindest bis zu einem gewissen Alter der Kinder. Es ist auch nicht unbedingt das Beste fürs Kind, wenn die Mutter und der Vater nur am Wochenende wirklich Zeit haben, um sich um sie zu kümmern.
Dass es aber durchaus einen Kompromiss zwischen Kindern und Beruf geben kann, beweisen etliche Frauen, die zwar ein anstrengendes, dafür aber ausgewogenes und mit sich selbst zufriedenes Leben führen können. Die Frau findet Bestätigung außerhalb von Haushalt und Familie, ist nicht unterfordert und von der Außenwelt abgeschnitten. Dass diese Frauen mit weniger Frust durchs Leben gehen, versteht sich fast von selbst, denn nicht jede moderne Frau ist für das Leben am Herd geschaffen. Mit einer ordentlichen Betreuung, vielleicht dem Verzicht auf eine Vollzeit-Anstellung und guter Organisation können Kinder und Beruf durchaus unter einen Hut passen. Hier sind Zusammenhalt und ein straffer Plan gefragt. Dann sind, bei allem fast zwangsläufig entstehendem Stress, die arbeitsfreien Stunden voller Glück und Harmonie, weil sich niemand zugunsten der Familie verbiegen musste.
