Es gibt manchmal Beziehungen, in denen das Thema Baby so sehr zur Belastung wird, dass daran letztendlich die Partnerschaft scheitert. Es gibt zwei Wege, die zu einem solchen Desaster führen können.
Die eine Problematik ist die, wenn sich der Wunsch nach einem Baby nicht realisieren lässt. Nicht immer sind beide Partner positiv gegenüber einer Adoption eingestellt. Manchmal will ein Partner lieber auf Kinder verzichten, als ein fremdes Kind aufzuziehen. Es ist auch nicht gesagt, dass der Antrag auf eine Adoption positiv bewertet wird und die Liebenden, die so gerne Eltern wären, auch wirklich vom Jugendamt ein Kind zugesprochen bekommen. Die Richtlinien sind hier sehr streng und wenn das finanzielle oder familiäre Umfeld nicht passt, kann das „Nein“ der Behörde alle Hoffnungen mit einem Schlag zunichtemachen.
Einen wahren Marathon von Arzt zu Arzt gehen manche Paare, die sich sehnlichst ein Baby wünschen, die aber dann auch Rückschlag für Rückschlag einstecken und verarbeiten müssen. Künstliche Befruchtung ist möglich, aber eben nicht bei allen Konstellationen. Leider zerbrechen die Partnerschaften dann oft an dem Gefühl des einen, versagt zu haben, oder am Wunsch des anderen, unbedingt ein Kind bekommen zu wollen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Zwang, ein Baby zu bekommen, so groß wird, dass einfach die psychische Belastung so hoch wird, dass es gar nicht mehr klappen kann. Sex wird dann zum Muss, was für keine Beziehung auf Dauer von Vorteil ist. Selbst Freundschaften zerbrechen, weil der Neid auf das Baby und das Glück der anderen so groß wird, dass die eigenen Gefühle dies einfach nicht verkraften können.
Manchmal kann aber auch das Gegenteil zum Ende, zumindest aber zu großen Problemen in einer Beziehung führen. Wenn die frisch gebackene Mutter sich so sehr auf das Baby fixiert, dass sie den Partner vergisst, ja, ihn beinahe als Eindringling in ihr Glück wahrnimmt, kann dies eine Partnerschaft ins Aus manövrieren. Deshalb ist es bei Paaren unsagbar wichtig, dass sie sich, trotz des Nachwuchses, Zeit füreinander nehmen, sich ihre Liebe bewahren und nicht vergessen, dass sie nicht nur Eltern, sondern auch Liebende und Lebende sind.
