Nur, weil eine Mutter, die ein kleines Baby zu Hause hat, nicht mehr berufstätig ist, heißt das nicht, dass sie zu Hause keine Arbeit mehr hat. Oft ist es sehr schwer, die Pflichten rund um das Haus und die Versorgung vom Baby unter einen Hut zu bekommen. Da ist die Gartenarbeit, die in der prallen Sonne wohl nur schwerlich mit einem Kinderwagen an der Seite zu erledigen ist. Auch der Gang in den Waschkeller oder zum Wäsche aufhängen kann bedeuten, das Kleine ein paar Minuten alleine zu lassen. Was aber, wenn die fertige Waschmaschine und der Hunger des Babys sich exakt auf die Minute treffen? Aus dem Keller hört man es vielleicht nicht sofort, wenn das Baby anfängt zu wimmern, bevor es lautstark seine Rechte einfordert. Ein schlechtes Gewissen bei der jungen Mama ist hier die Folge, aber das Gleiche geschieht auch, wenn die Wäsche vernachlässigt wird. Der Papa, der gestresst nach einer schlaflosen Nacht und einem anstrengenden Berufstag nach Hause kommt, hat nicht immer Verständnis dafür, wenn alles liegen geblieben ist und nicht einmal eine warme Mahlzeit wartet.
Unterstützung und Verständnis braucht jede junge Mutter. Ein Baby zu bekommen, liegt in der Natur der Dinge. Dies bedeutet aber nicht, dass eine junge Frau nicht überfordert sein könnte, wenn wieder einmal alle Widrigkeiten des Lebens zusammen treffen. Geduld und Zuspruch sind schon einmal die wichtigsten Voraussetzungen. In gewisser Weise kann auch ein Rat der Mutter oder Schwiegermutter der unerfahrenen weil jüngeren Frau mit ihrem Baby helfen. Allerdings ist hier das richtige Gespür unsagbar wichtig. Einmischen und Besserwisserei sollte man sich sparen – das gibt nur Unfrieden. Gewisse Erfahrungen müssen die jungen Eltern mit ihrem Nachwuchs schon selber machen; was nicht heißt, dass Hilfe immer unerwünscht ist.
