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Babys: Everybodies Darling

November 4th, 2009 · No Comments

Bis auf wenige einzelne, dramatische und skandalöse Schicksale von Babys, die von ihren Eltern vernachlässigt, ja teilweise gequält und getötet werden, haben die kleinen Erdenbürger eigentlich immer eines gemeinsam: Sie verzücken die Menschen, die mit ihnen zu tun haben und selbst nach der stressigsten Nacht kann man ihnen nicht böse sein. Stets möchte man die Kindlein herzen und küssen, sie drücken und immerzu ansehen. Eltern bemerken manchmal genervt, dass wildfremde Menschen sich über ihre Kinderwägen beugen, um die Babys anzusehen, anzufassen und ihnen nach „Dutzi Dutzi“ Manier gut zureden. „Ach, wie fein du doch dein Schläfchen machst!“ ist noch die harmloseste Ansprache, die sich die Babys von jedermann gefallen lassen müssen. Manchmal finden Passanten eben ihre Grenzen nicht; sie selbst würden es sich wohl im Traume nicht gefallen lassen, auf diese Weise angesprochen zu werden.

Auch in der Werbung wird der Eindruck, den Babys auf beinahe alle Menschen machen, ausgenutzt. Je süßer der Fratz in einer Reklame ist, umso besser verkauft sich das Produkt. Das liegt daran, dass die Kinder die Herzen der Zuschauer erweichen. Man kann auch wirklich kaum widerstehen, wenn die kleinsten aller Erdenbürger die großen Kulleraugen und ein süßes Lachen zeigen.

Die Eltern werden entlohnt, für alles, was sie mit ihren Babys durchzustehen haben. Nicht immer ist alles eitel Sonnenschein; manche Nacht wird zu einem Horror. Statt böse zu sein, Ärger zu verspüren und diesen am Kind auszulassen, wachsen Mütter und Väter, aber auch Geschwister und alle anderen Verwandten über sich hinaus. Glücklich ist man selbst erst dann wieder, wenn die Babys satt, zufrieden und ohne Beschwerden friedlich vor sich hin schlummern, wachsen und gedeihen.